Forum der Gemeinschaft wappenführender Familien

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Ungelesener BeitragVerfasst: 13.12.2018, 21:24 
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Hallo kalex1946, danke für den Tipp. Anbei habe ich mal ein paar Bilder zusammengestellt. Über diesen Zweig suche ich nähere Informationen. Die Handschrift des Adam Przyborowski kann ich leider auch nicht entziffern. Falls da jemand helfen könnte wäre ich mehr als dankbar.
MfG Jürgen


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Ungelesener BeitragVerfasst: 17.12.2018, 04:08 
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Beiträge: 148
Hallo juesimon,

Zuerst hier ein besseres Bild des Wappens (Herb auf polnisch) Grzymala.

Bild

Zweitens würde ich den Brief in dem Unterforum Lesehilfe bei ahnenforschung.net einstellen. Da kommen manchmal wirklich Wunder raus.

Gruß aus South Carolina

Kurt


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Ungelesener BeitragVerfasst: 17.12.2018, 12:59 
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Bei dem handschriftlichen Dokument handelt es sich wohl um eine Bestätigung oder Beurkundung. Adam Przyborowski bekennt für sich, seine Brüder (und weitere Personen ?) dass er dem "... hochgebürtigen Herrn Johann Lobertig/Lobesky (o.ä.) "... vollkommene Macht und Gewalt gegeben" hat; es mag um die Verfügungsgewalt über ein Gut gehen. Dann wird es sehr unleserlich. Die Stadt Rastenburg "Rastenburgische..." wird erwähnt (Zeile 12). Am Ende des Textes erklärt Adam Przyborowski, dass er das Dokument mit seiner "Petschaft besiegelt". Der Rechtsakt fand in Königsberg statt; vielleicht im Jahr (15)99.

Es handelt sich hier aber wohl nicht um die Handschrift von Adam Przyborowski auch wenn das Dokument in der ersten Person Singular verfasst ist "Ich Adam Przyborowski bekenne für mich, meine Brüder und ..." Vielmehr ist dies eine Aktenabschrift, die ein Schreiber angefertigt hat. Dies erkennt man an der Schlusszeile "...Datum, Königsbergk ...." Zudem trägt das Blatt die Seitenzahl 50 und gehörte damit zu einer längeren Akte.

Die Schrift ist schwer lesbar, lässt sich aber sicher mit einiger Mühe entziffern. Falls der Text noch weitere Seiten hat, wären diese sehr hilfreich.

Gruss
Dirk


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Ungelesener BeitragVerfasst: 17.12.2018, 19:59 
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Herr Joachim v. Roy merkt dazu an:

Im vorliegenden Fall werden wohl die Familien v. Przyborowski und Przyborowski (ohne „von“)
- vgl. auch http://www.westpreussen.de/einwohner/index.php?m=family&id=I118633 -
miteinander vermengt.

Die Genealogie der ursprünglich masowischen Adelsfamilie v. Przyborowski (mit der Stammreihe und der älteren Genealogie) wurde im „Genealogischen Handbuch des Adels“, Bd. 12, Limburg a.d. Lahn 1956, veröffentlicht. Weitere Literaturangaben und Angaben zum geschichtlichen Hintergrund des Geschlechts findet man im „Adelslexikon“, herausgegeben vom Deutschen Adelsarchiv, Bd. XI, Limburg a.d. Lahn 2000, S. 63-64.

MfG

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Gerd Hruška
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Ungelesener BeitragVerfasst: 18.12.2018, 09:37 
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In der handschriftlichen Akte wird der Name als "Adam Przyborowski" angegeben - ohne "von". Trotzdem könnte es sich bei diesem Adam um einen Adeligen handeln denke ich. Zumindest besitzt er eine Petschaft mit der er Dokumente besiegelt. Zudem überträgt er Rechte an eine Person die durch die Anrede "hochgebürtiger Herr" als Adeliger identifiziert wird.

Auf den Zusatz "von" wurde nach meiner Erfahrung gerade im 15. und 16. Jahrhundert vielfach verzichtet - vielleicht ist das eine Eigenart in Ostpreussen. Selbst ein Graf und Burggraf zu Dohna erscheint in den Akten dieser Zeit meistens nur als Fabian Dohna.

Gruss
Dirk


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Ungelesener BeitragVerfasst: 18.12.2018, 20:10 
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Noch eine weitere Anmerkung von Joachim v. Roy:

Soweit zu erkennen ist, gehörte die Königsberger Familie Przyborowski nicht zu der Adelsfamilie gleichen Namens. Bedeutend war hier der „Kurfürstliche Holzkämmerer“ Georg Przyborowski, dessen Tochter Louise (+ 9. März 1721 ) mit dem „Kammerrat und Landrentmeister“ (so 1721) Adam Friedrich Hesse verheiratet war. Dessen Bruder Prof. Dr. jur. Zacharias Hesse (+ 21. Juli 1730), der 1717 als Vizebürgermeister der Königsberger Altstadt erscheint, war zuletzt Regierender Bürgermeister der Stadt Königsberg.

Zu der Adelsfamilie v. Przyborowski gehörten auch nicht die preußischen „Freien“ „Hanß, Gerge und Casper Prziborowsky“ in Wessolowen sowie „Hanß Prziborowsky“ in Guya im Amt Angerburg, die am 12. Juli 1690 den Erb-Eid auf ihren Landesherrn, den Kurfürsten von Brandenburg, ablegten.

Ausdrücklich als zum Adel gehörend wird jedoch derjenige „Johan Michel de Prziborowski“, Herr auf Wittinnen im Amt Lyck, bezeichnet, der am 1. November 1714 den Erb-Eid auf seinen Landesherrn, den König von Preußen, ablegte.

Der Fragesteller wäre meines Erachtens gut beraten, wenn er heute ein eigenes Wappen stiften würde.

MfG

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Gerd Hruška
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Ungelesener BeitragVerfasst: 19.12.2018, 09:53 
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Beiträge: 751
Giraldus hat geschrieben:
....
Der Fragesteller wäre meines Erachtens gut beraten, wenn er heute ein eigenes Wappen stiften würde.

MfG


Hallo Gerd,

wenn der Fragesteller das Wappen Przyborowski-Grzymala (nach deutschem Wappenrecht) führen möchte, müsste er in jedem Fall lückenlos nachweisen, dass er ein direkter Nachkomme eines Führungsberechtigten ist. Nach polnischer Wappen-Tradition wäre das wohl anders - soweit ich weiss, zählen sich alle polnischen Przyborowskis zum Adel und dürften nach dem Herb-Prinzip das Grzymala-Wappen führen. Jedoch stellt der Fragesteller, bzw. seine Quellen, ja gerade die deutsche Herkunft der Familie in den Vordergrund. Eine deutsche Wappenrolle würde sicher einen Nachweis der Abkommenschaft verlangen.

Gruss
Dirk


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