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 Betreff des Beitrags: Brünn
Ungelesener BeitragVerfasst: 26.04.2011, 19:19 
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Registriert: 07.07.2006, 13:59
Beiträge: 1918
Hallo ihr Lieben,

ich wollte euch Fragen, ob ihr Informationen zum Namen "Brünn" habt.
Suche für einen guten Freund die Namensherkunft, könnte eventuell ein Wappen-Projekt draus werden an dem ich mich möglichst allein ausprobieren möchte, werde euch aber gern meine zwischenschritte präsentieren. Die Eintragung der letzten Projekte liegeen auch noch auf meinen Tisch (versuhe den Stau abzuarbeiten ;) ).

Der Großvater dieses guten Freundes kam aus Briesen (Westpreußen). Vielleicht grenzt das die Möglichkeiten ein.
Ich danke euch für eure Mithilfe!

LG Kevin

_________________
Liebe Grüße
Kevin


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 Betreff des Beitrags: Re: Brünn
Ungelesener BeitragVerfasst: 26.04.2011, 19:35 
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Beiträge: 1283
Wohnort: Frankenberg/Sa OT Dittersbach
Hallo Kevin

Es gibt mehrere Möglichkeiten
1. Wohnstädten: am Brunnen wohnend , Quelle
2. Herkunft: Ortsname Brunn und Brünn
3. Berufsname: der Brustharnische macht

Quelle: Das große Buch der Familiennamen

Ich hoffe ich konnte dir weiter helfen.

_________________
Viele liebe Grüße aus Frankenberg

Mike


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 Betreff des Beitrags: Re: Brünn
Ungelesener BeitragVerfasst: 27.04.2011, 09:06 
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Registriert: 28.02.2011, 12:39
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Der Name Brun leitet sich vom Rufnamen Bruno ab. Brun ist ebenso ein Übername zum mittelniederdeutschen brün und ist verwandt mit glänzend, funkelnd und braun.

Laut Duden der Familiennamen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Brünn
Ungelesener BeitragVerfasst: 27.04.2011, 17:57 
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Registriert: 28.09.2009, 16:42
Beiträge: 1522
In der Geschichte der Burg Querfurt wird ein Mitglied des Querfurter Adelsgeschechtes erwähnt, der im Mittelalter als der 'Heilige Brun von Querfurt' als Missionar tätig war.

Hier ein paar Infos:

Bruno von Querfurt


Brun von Querfurt (* um 974 in Querfurt; † 14. Februar oder 9. März 1009 in dem Grenzgebiet Preußens, Russlands und Litauens;
auch Bruno, mit seinem kirchlichen Namen Bonifacius genannt), war ein deutscher Erzbischof und Missionar und der zweite christliche Apostel und Märtyrer bei den heidnischen Prußen.

Leben

Brun entstammte der Dynastie von Querfurt und war verwandt mit der sächsischen Kaiserfamilie. Er war einer von vier Söhnen von Brun dem Älteren, dem ersten bezeugten Herrn der Burg Querfurt im Hassegau, und dessen Frau Ida. Er wurde in der berühmten Domschule von Magdeburg ausgebildet, wurde dort Domkapitular und Priester. Im Jahre 997 berief ihn Kaiser Ottos III. in seine Hofkapelle, gerade zu der Zeit, als der Tod des Adalbert von Prag den Kaiser heftig bewegte. Brun begleitete Otto III auf dessen zweiter Reise nach Italien und trat dort, um dem hl. Adalbert nachzueifern, als Mönch in das Kloster der heiligen Alexius und Bonifacius ein, in dem auch Adalbert einige Jahre verbracht hatte. Spätestens zu dieser Zeit nahm Brun auch den Namen Bonifacius an. 1001 schloss Brun sich dem hl. Romuald an, dem großen Eiferer gegen die Nachlässigkeit, die in vielen Mönchsklöstern eingerissen war. Im Jahre 1002 ließ Brun sich von Papst Silvester II den Missionsauftrag für Polen erteilen und trat somit in die direkte Nachfolge Adalberts von Prag.

1004 wurde Brun in Merseburg zum Erzbischof für die Ostmission geweiht, fand aber keine Unterstützung bei König Heinrich II., der mit dem Polenherzog Bolesław I. Chrobry (der Tapfere) Krieg führte. Er ging zu König Stephan dem Heiligen von Ungarn, fand aber auch hier keine Unterstützung und zog deshalb weiter zu dem russischen Großfürsten Wladimir I. nach Kiew. Von dort aus wollte er bei den Petschenegen, die vom unteren Don bis zur unteren Donau lebten, missionieren. Während eines fünfmonatigen Aufenthaltes in ihrem Lande gelang es ihm, den größeren Teil dieses Volkes zu bekehren, aber nach seiner Abreise fielen sie wieder vom Glauben ab. Er hatte aber doch wenigstens noch einen Frieden zwischen ihnen und dem Großfürsten zustande gebracht.

Im Jahre 1008 wandte er sich seinem Hauptziele zu und ging an den Hof Bolesław I. Chrobry. Da indessen ein neuer Krieg zwischen Kaiser Heinrich und Herzog Bolesław I. Chrobry ausgebrochen war, sandte er einen seiner Gefährten nach Schweden, wo König Olaf Schoßkönig mit einem großen Teile seines Volkes sich für die Taufe gewinnen ließ. Dann machte er noch einen letzten Versuch, Heinrich und Boleslaw auszusöhnen, indem er ein Schreiben an den Kaiser richtete, aber auch dies blieb vergebens, und so machte er sich dann schließlich mit 18 Gefährten auf den Weg ins Land der Prußen. Dieser sprachlich schwierige wie inhaltlich wichtige Brief liegt in einer einzigen vollständigen deutschen Übersetzung vor bei H. Zeissenberg: Die Kriege Kaiser Heinrich's II. mit Herzog Boleslaw I. von Polen, Wien 1868, p.353-360.

Über sein Schicksal bei den Prußen und über sein Ende ist nur bekannt, dass er bis an die Grenzen Russlands und Litauens (Lituae) vorgedrungen war und dass er samt allen seinen Genossen am 14. Februar oder 9. März 1009 von Prußen oder Litauern erschlagen wurde. Seine Missionsversuche blieben erfolglos. Erst die Deutschritter brachten dies mit dem Schwert im 13. Jahrhundert zuwege.
Inschrift am Denkmal in Giżycko (Lötzen)

In der ostpreußischen Stadt Lötzen (heute Giżycko) auf einem Hügel in der Nähe der Feste Boyen, ist ein Denkmal zu Ehren von Bruno von Querfurt aufgestellt worden. Demnach hat er am 9. Februar 1009 an ebendieser Stelle seinen Märtyrertod gefunden. Diese Aussage gilt jedoch als ungesichert.

Hinterlassen hat er eine der drei damaligen Biographien des hl. Adalbert, verfasst von ihm im Jahre 1004, als er in Ungarn weilte. Sein Gedenktag ist der 14. Februar.

LG

Achim

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"Nun aber bleiben GLAUBE, HOFFNUNG und LIEBE, diese drei:
die größte aber von diesen ist die LIEBE:" Paulus (1.Korinther 13:13)


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 Betreff des Beitrags: Re: Brünn
Ungelesener BeitragVerfasst: 29.04.2011, 05:43 
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Registriert: 07.07.2006, 13:59
Beiträge: 1918
Guten Morgen!

Vielen lieben Dank für eure Recherche! :)
Werde jetzt tief in mich gehen und weiterüberlegen.

Wünsch euch ein schönes Wochenende.

LG Kevin

_________________
Liebe Grüße
Kevin


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