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Letzte Änderung

19/08/2023
GwF-Heraldik


Beim Stiften eines Wappens sind einige heraldische Regeln zu beachten.

Die wichtigsten heraldischen Regeln bei der Gestaltung eines Wappens sind:
1. Klarheit und bersichtlichkeit

Eine Grundregel der Wappengestaltung ist die Notwendigkeit, das Wappen klar und bersichtlich zu gestalten. Heute erreicht man dies durch die Vereinfachung und Beschr nkung auf das Wesentliche. Eine r umliche Darstellung sollte vermieden werden. Ebenso eine berladung des Schildes. Schmuckgegenst nde und Buchstaben sind nicht erw nscht.

2. Tinkturen (Farben) und Schraffuren (zeichnerische Farbdarstellung ohne Farben)

Tinkturen sind in der Heraldik die Farben rot, blau, gr n, purpur und schwarz. Metalle sind gold (gelb) und silber (wei ). Farben sind ein wichtiger Bestandteil des Wappens. Wappen ohne Farben gibt es nicht. Deshalb ist auch darauf zu achten, da Farbe und Metall sich stets abwechseln. Farbe auf Farbe und Metall auf Metall ist nicht erlaubt. Purpur kommt fast nur au erhalb der deutschen Heraldik vor. In der deutschen Heraldik wird diese Farbe lediglich als Tingierung von H ten, Kronen, Wappenm ntel, sowie des Helminneren verwendet.
Beispiel: Nicht erlaubt ist ein goldener L we auf silbernen Grund. Ebensowenig eine roter L we auf blauen Grund.

Wappenfarben / Schraffuren

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    In der Heraldik werden Schraffuren ab dem 15. Jahrhundert zum kennzeichnen von Wappen in Zeichnungen (schwarz / wei ) verwendet. Davor wurden Farben durch Buchstaben oder Symbole dargestellt. Die heute in der Heraldik verwendete Schraffur wird von allen europ ischen Staaten angewandt.

 

    3. Gr enverh ltnis

    Eine gemeine Figur (Tier, Pflanze, Menschengestalt, Fabelwesen usw.) sollte den gr ten Teil des Schildes einnehmen. Die zeichnerische Umsetzung ist stilisiert. Heroldsbilder (Unterteilungen der Schildfl che) sollten regelm ig angeordnet sein.

Figuren

Centaur
horn
vogelkopf
wildschwein

Schildaufteilung

hhddll

1  rechtes Obereck
2  Hauptstelle des Schildes
3  linkes Obereck
5  Herzstelle
7  rechtes Untereck
9  linkes Untereck

1 bis 3  Schildhaupt
7 bis 9  Schildfuss
2, 5, 8  Pfahlstelle
4, 5, 6  Balkenstelle
1, 4, 7  Rechte Flanke
3, 6, 9  Linke Flanke

4. Damaszierung

So nennt man leere (mit keiner Figur belegte) Felder von Farben oder Metall. Manchmal werden diese Felder auch "verziert". Hierzu kommen meist d nne Limien, Punkte oder Rosetten zum Einsatz (Ansicht als Ornament).

5. Stilistische Einheitlichkeit

Die stilistische Einheitlichkeit eines Wappens mu eine Selbstverst ndlichkeit sein. Es ist deshalb nicht heraldisch, Schildformen und Helme aus unterschiedlichen Epochen miteinander zu kombinieren.

Beispiel: Kein Topfhelm zu einem Stechschild.

 

 


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